Freitag, 7. April 2017

Tja....

...eigenlich wollte ich von zwei Erlebnissen an einem Tag berichten, bei dem mir auf dem Hinweg ein E-Biker mit einem frisierten E-Bike übel aufgefallen ist und auf Rückweg ein S-Pedelec-Pilot, der nicht einsehen wollte, dass er mit seinem Leichtkraftrad auf dem Radweg nichts zu suchen hat. Er fand den Verkehr auf der Fahrbahn aber zu dicht....mimimimi....Weichei...

Eigentlich....


Leider strebt die Wahrscheinlichkeit, dass ich mich in den nächsten Wochen auf ein Fahrrad setzen werde aber konservativ gegen 0, da ich mich auf eine zweite Chemo einlassen muss. Daher ist thematisch hier erstmal große Pause.

Allerdings bin ich schon fast davon überzeugt, dass ich auch aus den Bettenturm der Uni-Klinik bloggen könnte. Das wäre dann einmal ein Tagebuch für mich selbst, dann aber auch ein Medium für Freunde und Bekannte, die Fragen haben, sich aber nicht zu fragen trauen. Natürlich könnte es vorkommen, dass ich nicht reden kann oder möchte in Zukunft. Auch dann würde ein Blog Antworten parat haben...

Als Adresse habe ich mir Neues aus dem UFO gesichert. Von spontanen Besuchen bitte ich vorerst abzusehen ;-)

Donnerstag, 23. März 2017

Die Situation in Münster

Münster hat nicht durch die Bemühungen der Stadt einen so hohen Radverkehrsanteil, sondern eher trotz der Bemühungen der Stadt. Münster ist größtenteils flach, die Institute der Uni sind über den Westteil der Stadt verteilt, zwischen den Veranstaltungen fahren die Studierenden aus Tradition, mangels Geld und Raum für Autos mit dem Rad herum. Radfahren hat in Münster Tradition und ist in gewissen Kreisen ein Statement. Allerdings missachtet die Stadt seit 1998 vehement geltendes Recht. Nahezu jeder noch so bescheidene Hoch-Bord-Radweg ist benutzungspflichtig. Die Radverkehrsanlagen sind eher mittelmäßiger Qualität und überwiegend untermaßig, die Kapazitäten längst erschöpft. Dennoch wird munter weiter für den KFZ-Verkehr geplant, die Radfahrer weiter durch Verwaltung, Polizei und Lokalzeitung als minderbemittelte, suizidale Simpel dargestellt.

An der Tagesordnung gehört es, geschnitten, zu eng überholt, ausgebremst, genötigt und beleidigt zu werden. Mit den Weihen der Ordnungspartnerschaft Münster sollte man sich als Radfahrer nicht zu sehr auf grüne Ampeln, Vorfahrt und Rücksicht mot. Verkehrsteilnehmer verlassen. Wird ein Radfahrer auf dem Radweg durch einen rechtsabbiegenden LKW getöten, wird auch hier reflexartig danach gesucht, ob der Radfahrer nicht doch ein bisschen selber schuld ist.

Hier wird mit religiösem Eifer Radhelmpropaganda betrieben, Warnwesten verteilt oder der Farbenhersteller Brillux bringt medienwirksam und kostenfrei Reflektorstäbchen an Speichen an. Hier werden sphärische Spiegel mit Werbung an den Ampeln angebracht, statt den Schulterblick zu propagieren.

Die "Rennleitung" beschränkt sich auf teilweise sinnfreien Schwerpunktaktionen oder Kontrollen des Lichts von Fahrrädern. Die wirklichen Unfallursachen werden wenig geahndet. Falschparker werden nur abgeschleppt, wenn das Ordnungsamt quasi dazu gezwungen wird, Gehwegparken wird hier vielerorts stillschweigend und konkludent geduldet.

Der zivile Ungehorsam der über jahrzehnte konditionierten Radfahrer ist degeneriert, die Angst regiert. Ist an einer Straße kein Radweg vorhanden, wird der Gehweg genommen, gerne auch auf der falschen Seite. Jeder Fahrbahnradler wird reflexartig mit edukativer oder demonstrativer Absicht angehupt, egal ob ein Radweg vorhanden ist oder nicht, egal ob ein vorhandener Radweg benutzungspflichtig (-fähig) ist oder nicht. In Münster wird das Rad nicht als vollwertiges Verkehrsmittel empfunden, sondern als schnelle Gehhilfe oder als Spielzeug.

Radfahrer sind latent etwas asozial, weil sie sich kein Auto leisten können, sich nie an die Verkehrsregeln halten. Die Freiheit des Radfahrers ist suspekt und muss unbedingt beschnitten werden. In der Innenstadt Münsters sind in den letzten Jahren 2,5k Fahrradabstellplätze verschwunden. Dafür wurden "Radstationen" genannte Fahrradparkhäuser gebaut mit geringer Kapazität und unpraktischen Öffnungszeiten.

Münster hat nicht nur mit knapp 40% einen hohen Radverkehrsanteil, sondern in NRW auch eine der höchsten Quoten angemeldeter KFZ. Demnach haben die meisten Radfahrer auch ein eigenes KFZ. Wenn es darum geht, den Radverkehr zu fördern, indem der KFZ-Verkehr beschnitten wird, sind alle schnell wieder pro Auto. Daher verwundert es nicht, dass in der unmittelbaren Innenstadt sieben Parkhäuser stehen, davon drei in den letzten 15 Jahren gebaut. Damit wird Sorge getragen, dass vermeindlich finanzstarke Premium-Menschen aus dem Umland möglichst bis in das enge Wohnzimmer der Stadt im Stau stehen können, um ihren Konsum zu erledigen. Ein Verkehrskonzept gibt es nicht, Stau ist morgens, abends und natürlich am Samstag garantiert. Abhilfe will man schaffen, indem man einen Autobahn-Zubringer (Spinne Süd) ausbaut und die B51 Umgehungsstraße nach Norden und Osten hin weiter ausgebaut (Spaghetti-Knoten). Bauzeit ca. 10 Jahre, Landschaftsverbrauch enorm, Belästigung der Anwohner auf Jahre garantiert.

Hier versteht immernoch niemand in den Schlüsselpositionen, dass mehr Straßen mehr Verkehr mit sich bringen. Statt eine alte Gleisachse (WLE-Bahn) zum Bahntrassenradweg für Einpendler zu ertüchtigen, wird gegen den Protest der Anwohner die Strecke lieber ausgebaut, um 2.000 EInpendler vom Auto auf den Zug zu locken. Baubeginn frühstens 2020, Takt eher dünn, also ein Tropfen auf den heißen Stein.

Dienstag, 14. März 2017

Abbruchreif

Nach zwei Wochen grippalem Infekt und einer Woche gesund habe ich mich kurzfristig zum 200km-Brevet des ARA-Münsterland gemeldet, weil ich mich fit fühlte und das Wetter einfach toll werden sollte.

Am Donnerstag vorher wurde das Startgeld überwiesen, Freitag habe ich bis spät in die Nacht den Baron fit gemacht, und am Samstag habe ich mich auf den Weg nach Gievenbeck gemacht. Die 14km bis zum Fachwerk fielen mir schwerer als ich eigentlich gewohnt war, hatte aber den langen Winter, die zwei Defekte und die wenigen Gelegenheiten zum Fahren bisher dafür verantwortlich gemacht.

Am Fachwerk bin ich auf die üblichen Verdächtigen mit guter Stimmung gestoßen. Jana, Thomas, Dirk, Andreas und einige andere Forums-User waren schon vor Ort. Rasch die Karte abgeholt, ein bisschen gequatscht und bald ging es los. In Richtung Roxel ging es aus Gievebeck raus, vor der Autobahn rechts, dann an Nienberge und Havixbeck vorbei Richtung Steinfurt. Die Strecke hat mir abseits von Bundesstraßen sehr gut gefallen. Ich hatte viel Lust auf das Brevet, aber es lief nicht gut. Unsere Gruppe fuhr mit recht konstanten 24km/h vor mir her, ich hatte Mühe, die nicht aus den Augen zu verlieren, das Dranbleiben fiel mir immer schwerer. Ich war früh außer Atem, ich hatte keine Kraftreserven und die Oberschenkel brannten schon nach knapp 25km. Ich nutzte die Chance, auch anzuhalten, als Andreas eine Pinkelpause machte, um auch auszutreten und zu verschnaufen.
Bild von Ben Urbanke

Nachdem wir wieder losfuhren wurde mir immer klarer, dass ich die 200km unter diesen Umständen nicht schaffen werde und das es unklug ist, sich noch weiter von Münster zu entfernen. Ich brach als ab, verabschiedete mich von Andreas. Er fuhr, nachdem er sich versichert hatte, dass es mir gut geht und das ich aus eigener Kraft zurück komme, den anderen hinterher und setzte das Brevet fort.

Ich fuhr nach Nienberge zurück und fuhr über Kinderhaus, Coerde, Gelmer, Haskenau nach Handorf zurück. Die Rückfahrt war sehr anstrengend, langsam und immer wieder durchsetzt von Pausen. Es lief nicht nur nicht gut, es lief schlecht. Ich war wirklich platt. Ein heißes Bad und eine Ibuprofen konnten aber helfen.

Ich empfand meine Leistung als desaströs und habe den grippalen Infekt dafür verantwortlich gemacht.

Falsch...

Heute musste ich in die Stadt zur Krebs-Nachsorge und bin mit dem Baron gefahren. Ich hatte eigentlich erwartet, dass es besser läuft, aber es lief immernoch nicht so, wie gewohnt. Der Weg hin war anstrengender als sonst und auf dem Rückweg rollte der Baron bergab so gut wie gar nicht. Zuerst hatte ich die Conti Sport Contact II dafür verantwortlich gemacht. Die waren vorne und hinten mit max. 6,5 bar angegeben, im Forum wurden die als Ersatz für den nicht verfügbaren Conti Grand Prix als nicht gleichwertig aber günstig und verfügbar diskutiert. Ich hatte mir vorgenommen, den Maximaldruck probeweise in kleinen Schritten zu überschreiten, um die Rolleigenschaften zu verbessern.

Später setzte ich das in die Tat um und stellte dabei fest, dass das Vorderrad sich nach Anheben so gut wie nicht in der Gabel drehte. Ich nahm es heraus, stellte den Schnellspanner weniger stramm ein und drückte die Bremsbelänge ganz in Nullstellung, damit sie sich neu nachstellen konnten.

Damit war dann auch klar, dass es nicht die Grippe war, sondern ich fuhr ähnlich wie mit leicht angezogener Bremse vorne und etwas zu wenig Druck auf den Reifen.

Ich werde dennoch keine Brevets mehr fahren in diesem Jahr. Der 200er im Emsland findet statt, wenn ich in Mecklenburg-Vorpommern bin. Einen 300er aus dem Stand traue ich mir nicht zu. Ich werde außerhalb von Brevets versuchen, möglichst viel zu fahren, um mein Gewicht wieder in den Griff zu kriegen.

Samstag, 11. Februar 2017

Schaltbar

Die Schalthebel habe ich von Martin (HP Velotechnik) gebraucht bekommen. Züge kamen von Rainer. Die neuen Griffgummis kamen von Rewe. Jetzt muss es nur noch wieder Frühling werden. 

Die Schalthebel funktionierten, wurden nur mit WD40 behandelt und waren da etwas widerspenstig, was Schaltgeschwindigkeit und Kraftaufwand angeht. Ein paar Tropfen Feinöl haben hier aber Wunder gewirkt.

Später habe ich dann auch (endlich) den Schaltzug an der Gazelle meiner Frau und ihrer Nexus 8 erneuert, hier die Schaltung eingestellt und den Bremszug nachgestellt. Sie hat den Eindruck, dass jemand an den Rädern herum manipuliert, wenn sie bei der Arbeit ist.

Sonntag, 5. Februar 2017

Zwangspause

Die Temperaturen klettern wieder über Null und der Baron braucht wieder Auslauf. Also bin ich, nachdem ich die Kinder von der Schule abholte, auf das Baron umgestiegen um damit zur Arbeit zu fahren.

Leider hat der Schaltzug für das Schaltwerk hinten sich auf dieser Fahrt entschlossen, spontan zu reissen. Der Rückweg war bei der Übersetzung dann schon recht anspruchsvoll.

Es wurde am Folgetag schon sehr schwierig, einen Zug mit der geforderten Länge oberhalb der üblichen 2100mm zu bekommen. Glück hatte ich dann bei Rainer, bei dem ich zwei Züge mit 3000mm Länge und dazu noch vier passende Ersatzspeichen für die gerissene Messerspeiche im Vorderrad bekam.

Leider habe ich den Zug nicht gewissenhaft eingefädelt, sodaß er sich zwischen einem Zahnrad und der Plastikführung im Daumenschalter Shimano SL-M510 verklemmt hat. Zwar konnte ich ihn ohne größere Probleme entfernen, allerdings habe ich damit eine Plastikscheibe verformt, die dafür sorgte, dass eine Sperrklinke sich nicht frei bewegen konnte und der Schalter immer rastete. Schnell war damit klar, dass ich das nicht beheben konnte und ich einen neuen Schalter brauche. Leider ist das Rad ein Gebrauchtkauf, mindestens 8 Jahre alt und dementsprechend sind die Schalter auch nicht mehr neu zu bekommen. Nach einiger Suche und Anfrage im Forum hatte ich dann Erfolg. Nun muss der Schalter nur noch hier sein, damit ich die Chose wieder ans Rollen kriege.

Am meisten habe ich mich über mich selber geärgert, denn die Ursache für den Schaden war unsauberes und zu schnelles Arbeiten von mir.

Montag, 2. Januar 2017

Ermittlungen eingestellt

Im alten Jahr bekam ich dann tatsächlich noch ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Münster, mit der Benachrichtigung, dass die Ermittlungen gegen einen Taxifahrer aus Münster eingestellt worden sind. Was war passiert?

Ich war mit dem Rad aus der Innenstadt Richtung Heimat unterwegs und befuhr das Wilhelmshavenufer mit Schwung knapp über 30km/h schnell am 04.07.2016. Da sich am Grünstreifen immer wieder Gänse und Enten aufhielten, orientierte ich mich an der Fahrbahnmitte, um die Tiere nicht aufzuscheuchen. Für das Wilhelmshavenufer gilt Einfahrt für KFZ verboten, Anlieger frei. Daher sind die Vögel auch recht ruhig auf Futtersuche.

ab der Mitte der Straße war hinter mir ein Diesel-Motor zu hören, der immer dichter kam. Ich machte durch Handzeichen auf die Vögel aufmerktsam und zeigte an, der er bitte langsamer fahren möchte, machte aber aus Gründen meiner Sicherheit keinen Platz, denn das hieße, den Abstand zu den Tieren zu verringern.

Hinter mir riss wohl recht schnell ein Geduldsfaden, denn der Fahrer dessen, was ich mittlerweile als Taxi identifizierte, versuchte mich mit dem Schalldruck seiner Hupe aus dem Weg zu kriegen. Ich fuhr dann doch rechts an und hielt an, um zu gucken, was für ein Prachtexemplar eines Kraftfahrers wieder der Meinung ist, seine Interessen über die aller anderen zu stellen.

Das Fenster der Beifahrerseite glitt sofort herunter, laute Belehrungen, Verwünschungen und Flüche folgte. Ich solle mit verpissen mit meinem komischen Fahrrad, er wolle ja schließlich vorbei, ich würde ihn behindern. Hinweise auf Sicherheitsabstand etc. hat er wohl gehört, konnte/wollte er aber nicht verarbeiten, daher habe ich später dann direkt online die Anzeige aufgegeben.

Knapp 6 Monate später hat die Staatsanwaltschaft nun festgestellt, dass der Herr Iraj B. noch nicht auffällig geworden war in der Vergangenheit, ihn die Ermittlungen wohl hinlänglich beeindruckt hätten

Beeindruckt hat mich die Belehrung aus dem Schreiben, dass es wohl nicht zu dieser Eskalation gekommen wäre, wenn beide Verkehrsteilnehmer sich umsichtiger verhalten hätten. Ermittelt wurde wegen Nötigung. Ich kann vermutlich nicht erwarten, dass bei strafrechtlichen Ermittlungen auch mal ein Blick in die StVO geworfen wird. So wird das nichts mit Eintracht auf den Straßen.

Freitag, 2. Dezember 2016

Amtliches Desinteresse

Es gibt Dinge, die mich aufregen. Generell sind das Freiheiten, die Menschen sich frech herausnehmen, indem sie die Freiheit oder die Rechte Anderer mutwillig beschneiden. Sozialegoismus eben. Das gilt auch und ganz besonders für den Straßenverkehr.

Folgende Situation finde ich täglich vor:
Am Hessenweg baut ein Logistikunternehmen neben einer Industriefleischerei an der Stelle eines Parkplatzes eine Halle. Daher stehen die Parkplätze nicht mehr zur Verfügung, die Autos werden außerhalb des Firmengeländes rechts und links eines kombinierten Geh- und Radweges geparkt. Soweit so gut.

Allerdings stehen die Fahrzeuge so, dass sie zum Parken auf der Grünfläche den kombinierten Geh- und Radweg befahren haben müssen. Dieser Zustand besteht seit Wochen permanent. Ich habe aus Neugierde einmal die Polizei in Münster angerufen, natürlich nicht über die Notrufnummer.

Ich beschrieb meinem minimalfreundlichen Gesprächspartner den Umstand, er schien nicht wirklich herausfiltern zu können und fasste noch einmal zusammen. Ich ergänzte, dass ich kein geistiges Kleingärtnertum betreiben wollte, er entgegnete mir aber, dass es auf ihn durchaus den Anschein machen würde, da ich das ja so vorgetragen hätte.

Weiterhin nahm er die Telefonnummer auf für eventuelle Rückfragen seitens der Kollegen, die er bei Gelegenheit auf Streife da vorbeischicken wolle.

Natürlich geht es bei dem Parken nicht um Leben und Tod, aber es geht um die Nutzung von Fahrbahnteilen, die durch Radfahrer und Fußgänger benutzt werden (müssen), die eigentlich zu deren Schutz bestehen und nicht als Erleichterung zum Wildparken. Ich hätte mir daher auch von einer unterbesetzten Polizei etwas mehr Interesse erhofft.

Seinerzeit hatte der Leitende Polizeidirektor Udo Weiss in seiner Funktion als Leiter der Direktion Verkehr der Polizei NRW Münster ein nicht normenkonformes Verhalten aller Verkehrsteilnehmer angemahnt, für eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Verkehrsverstoßen geworben und Schwerpunktaktionen ins Leben gerufen. Leider wurde schwerpunktmäßig nur der Radfahrer kontrolliert und "erzogen", Kraftfahrer wurden nur sehr vorsichtig angefasst.

Wenn der Kontrolldruck auf Kraftfahrer nicht existiert oder zu niedrig ist, denkt eben jeder, dass er machen kann, was er will. Ich habe den Eindruck, dass die Polizei sehr wohl weiß, dass die im Straßenverkehr in weiten Teilen die Kontrolle verloren hat und nur noch symptomatisch unterwegs ist. Herzlichen Dank!

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Email an die Pressestelle der Polizei Münster

"Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Presseportal.de stieß ich am 25.10.2016 auf eine Unfallmeldung der Polizei Münster, zu der ich gerne von Ihnen eine Erklärung hätte.
Text der Meldung war:

"Münster (ots) - Bei einem Verkehrsunfall am Montagabend (24.10., 18:30 Uhr) übersah eine 36-jährige Autofahrerin aus Nottuln an der Einmündung Hafenstraße / Frie-Vendt-Straße beim Rechtsabbiegen einen 23-jährigen Münsteraner Radfahrer, der auf dem Radweg der Hafenstraße in gleicher Richtung unterwegs war. Durch den Zusammenstoß stürzte der Radfahrer und verletzte sich dabei leicht. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht."
Meiner Ansicht wird die Unaufmerksamkeit der Kraftfahrerin unnötig bagatellisiert sowie die Folgen für den Radfaherer ebenfalls unnötig verharmlost.

An der Kreuzung Hafenstraße / Frie-Vendt-Straße wird der Radverkehr Richtung Osten im Sichtfeld des KFZ-Verkehrs von einem roten Schutzstreifen (durchgezogene Linie) über eine rote Furt geführt. Die Sichtachse ist also frei. Außerdem ist diese Kreuzug als einzige West-Ost-Verbindung südlich des Bahnhofs stark durch Radverkehr frequentiert. Bei der im Verkehr gebotenen Aufmerksamkeit hätte die Kraftfahrerin jederzeit mit einem Radfahrer rechts neben sich rechnen müssen und hätte sich durch einen Schulterblick vor dem Abbiegen versichern müssen, dass niemand durch den Fahrtrichtungswechsel zu schaden kommt (vgl. §9 Abs. 3 StVO).
Damit hat die Kraftfahrerin den Radfahrer nicht "übersehen", sondern sie hat regelwidrig und damit fahrlässig den Abbiegevorgang eingeleitet mit der Folge, dass sie den Fahrweg des Radfahrers schnitt und daher mit dem regelkonform fahrenden Radfahrer kollidierte, ohne das er die Kollision hätte vermeiden können.
Daher verletzte der Radfahrer sich nicht, es handelt sich nicht durch eine aktive Tat des sich selber Verletzens, sondern er wurde in der Folge durch die Kollision mit dem PKW versetzt. Hier wäre das Passiv angemessen gewesen.
Ebenfalls harmlos klingt, dass der Radfahrer mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde. Denn sicherlich musste er mit dem Rettungswagen aufgrund der Verletzungen, die ihm durch den nicht selber verursachten Verkehrsunfall zugefügt worden sind, in einem Krankenhaus notärztlich versorgt werden. 
Ich möchte Sie dafür sensibilisieren, dass die Formulierung dieser Meldungen unmittelbare Folgen für Radfahrer im Straßenverkehr haben kann. Wenn eine Meldung so verharmlosend die Rolle des Kraftfahrers beschreibt, dann halten Leser den Sturz und die Verletzungen des Radfahrers möglicherweise für eine logische Konsequenz daraus, dass er mit dem Rad gefahren ist und dass er sich regelkonform verhalten hat, statt mit dem Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer zu rechnen und sich von vorne herein dementsprechend zu verhalten (vgl. §1 Abs. 1 StVO).
Dementsprechend leichtsinnig wird dann möglicherweise gegenüber dem Radfahrern im Straßenverkehr agiert bzw. wird die Unversehrtheit radfahrender Verkehrsteilnehmer nicht respektiert. Äußerungen, wie

"Auch wenn die Radfahrerin keine Schuld trifft, rät die Polizei Radlern, im Zweifel auf ihr Vorfahrtsrecht zu verzichten."
sind daher kontraproduktiv, werden nicht im Einklang mit der StVO getroffen und sind im Interesse der Sicherheit der Radfahrer zu unterlassen.
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.


Mit freundlichen Grüßen
Oliver Heining"

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Nachlese: Huckepack ans Wasser

Am 10.10.2016 hatte ich das Vergügen, den Optima Baron zusammen mit den Kinderrädern hinten auf die Golf zu schnallen und mich mit der Familie Richtung Paradies nach Egmond aan Zee auf zu machen.

Bereits im Mai dieses Jahres hatte die Ehefrau ein Herbst-Special bei Roompot geschossen: EIne Kurzwoche Mo. - Fr. also vier Übernachtungen in einem Chalet für sechs Personen für EUR 200,- im Kustpark Egmond aan Zee geschossen.

Als Chalet wird ein Mobilheim oder ein Ferienhaus in "Container"-Bauweise bezeichnet. Beides klingt aber unkomfortabler als es tatsächlich ist, deswegen hier ein paar Fotos:

Wohnbereich

Küchenbereich
Badezimmer

eines der Schlafzimmer


Wir hatten fünf wunderbare Tage bei trockener, meist sonniger Witterung zwischen 12 und 14°C. Wir hatten die Gelegenheit und zu erholen und ans Wasser zu gehen.

Mittagspause mit Beach-Baron


Eine schnelle abendliche Runde von Egmond aam Zee über den Herenweg nach Bergen aan Zee durch den Wald nach Bergen binnen und dann über Herenweg wieder zurück nach Egmond aan Zee 30km mit 22km/h Schnitt war für mich auch drin.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Finde den Fehler

Ich baue für Sohn 1 im Moment das Mountainbike seines älteren Bruders wieder auf, der es nicht haben will. Es handelt sich um ein schönes Guderreit N15, in Teilen durch einen Fahrraddieb, der es wohl selber zwei Jahre fuhr, recht heruntergerockt, aber gute Substanz und der Junge will es fahren.

Gemacht werden müssen Licht vorne, Verkabelung, Reifen (Schwalbe Citizen kommen drauf) und Bremszüge. Ich habe es gerne ordentlich, also werden auch Zugendkappen benutzt und leider auch benötigt. Also habe ich mich auf den Weg zum Fahrrad-Giganten in 5km entfernung gemacht. Da hat die Werkstatt leider Mittagspause, die Verkaufstante weiß auch leider nicht, wo in der Werkstatt die Dinger liegen und es täte ihr sehr leid. Warum fahre ich auch immer wieder da hin?!

Wieder zu Hause mit leeren Händen wollte ich gerade meinen Unmut in diesen Blog gießen, da fällt mir Hansen ein....auch in Handorf, näher dran als Schröder, serviceorientiert, Familienbetrieb...irgendwie vergesse ich den immer. Der liegt einfach zu versteckt.

Also, wenn ihr in Münsters Nordosten wohnt: Schröder taugt nichts, der ist nur ein Kistenschieber, Hansen ist die Apotheke, die wirklich alles hat und besorgen kann.