Samstag, 11. Februar 2017

Schaltbar

Die Schalthebel habe ich von Martin (HP Velotechnik) gebraucht bekommen. Züge kamen von Rainer. Die neuen Griffgummis kamen von Rewe. Jetzt muss es nur noch wieder Frühling werden. 

Die Schalthebel funktionierten, wurden nur mit WD40 behandelt und waren da etwas widerspenstig, was Schaltgeschwindigkeit und Kraftaufwand angeht. Ein paar Tropfen Feinöl haben hier aber Wunder gewirkt.

Später habe ich dann auch (endlich) den Schaltzug an der Gazelle meiner Frau und ihrer Nexus 8 erneuert, hier die Schaltung eingestellt und den Bremszug nachgestellt. Sie hat den Eindruck, dass jemand an den Rädern herum manipuliert, wenn sie bei der Arbeit ist.

Sonntag, 5. Februar 2017

Zwangspause

Die Temperaturen klettern wieder über Null und der Baron braucht wieder Auslauf. Also bin ich, nachdem ich die Kinder von der Schule abholte, auf das Baron umgestiegen um damit zur Arbeit zu fahren.

Leider hat der Schaltzug für das Schaltwerk hinten sich auf dieser Fahrt entschlossen, spontan zu reissen. Der Rückweg war bei der Übersetzung dann schon recht anspruchsvoll.

Es wurde am Folgetag schon sehr schwierig, einen Zug mit der geforderten Länge oberhalb der üblichen 2100mm zu bekommen. Glück hatte ich dann bei Rainer, bei dem ich zwei Züge mit 3000mm Länge und dazu noch vier passende Ersatzspeichen für die gerissene Messerspeiche im Vorderrad bekam.

Leider habe ich den Zug nicht gewissenhaft eingefädelt, sodaß er sich zwischen einem Zahnrad und der Plastikführung im Daumenschalter Shimano SL-M510 verklemmt hat. Zwar konnte ich ihn ohne größere Probleme entfernen, allerdings habe ich damit eine Plastikscheibe verformt, die dafür sorgte, dass eine Sperrklinke sich nicht frei bewegen konnte und der Schalter immer rastete. Schnell war damit klar, dass ich das nicht beheben konnte und ich einen neuen Schalter brauche. Leider ist das Rad ein Gebrauchtkauf, mindestens 8 Jahre alt und dementsprechend sind die Schalter auch nicht mehr neu zu bekommen. Nach einiger Suche und Anfrage im Forum hatte ich dann Erfolg. Nun muss der Schalter nur noch hier sein, damit ich die Chose wieder ans Rollen kriege.

Am meisten habe ich mich über mich selber geärgert, denn die Ursache für den Schaden war unsauberes und zu schnelles Arbeiten von mir.

Montag, 2. Januar 2017

Ermittlungen eingestellt

Im alten Jahr bekam ich dann tatsächlich noch ein Schreiben der Staatsanwaltschaft Münster, mit der Benachrichtigung, dass die Ermittlungen gegen einen Taxifahrer aus Münster eingestellt worden sind. Was war passiert?

Ich war mit dem Rad aus der Innenstadt Richtung Heimat unterwegs und befuhr das Wilhelmshavenufer mit Schwung knapp über 30km/h schnell am 04.07.2016. Da sich am Grünstreifen immer wieder Gänse und Enten aufhielten, orientierte ich mich an der Fahrbahnmitte, um die Tiere nicht aufzuscheuchen. Für das Wilhelmshavenufer gilt Einfahrt für KFZ verboten, Anlieger frei. Daher sind die Vögel auch recht ruhig auf Futtersuche.

ab der Mitte der Straße war hinter mir ein Diesel-Motor zu hören, der immer dichter kam. Ich machte durch Handzeichen auf die Vögel aufmerktsam und zeigte an, der er bitte langsamer fahren möchte, machte aber aus Gründen meiner Sicherheit keinen Platz, denn das hieße, den Abstand zu den Tieren zu verringern.

Hinter mir riss wohl recht schnell ein Geduldsfaden, denn der Fahrer dessen, was ich mittlerweile als Taxi identifizierte, versuchte mich mit dem Schalldruck seiner Hupe aus dem Weg zu kriegen. Ich fuhr dann doch rechts an und hielt an, um zu gucken, was für ein Prachtexemplar eines Kraftfahrers wieder der Meinung ist, seine Interessen über die aller anderen zu stellen.

Das Fenster der Beifahrerseite glitt sofort herunter, laute Belehrungen, Verwünschungen und Flüche folgte. Ich solle mit verpissen mit meinem komischen Fahrrad, er wolle ja schließlich vorbei, ich würde ihn behindern. Hinweise auf Sicherheitsabstand etc. hat er wohl gehört, konnte/wollte er aber nicht verarbeiten, daher habe ich später dann direkt online die Anzeige aufgegeben.

Knapp 6 Monate später hat die Staatsanwaltschaft nun festgestellt, dass der Herr Iraj B. noch nicht auffällig geworden war in der Vergangenheit, ihn die Ermittlungen wohl hinlänglich beeindruckt hätten

Beeindruckt hat mich die Belehrung aus dem Schreiben, dass es wohl nicht zu dieser Eskalation gekommen wäre, wenn beide Verkehrsteilnehmer sich umsichtiger verhalten hätten. Ermittelt wurde wegen Nötigung. Ich kann vermutlich nicht erwarten, dass bei strafrechtlichen Ermittlungen auch mal ein Blick in die StVO geworfen wird. So wird das nichts mit Eintracht auf den Straßen.

Freitag, 2. Dezember 2016

Amtliches Desinteresse

Es gibt Dinge, die mich aufregen. Generell sind das Freiheiten, die Menschen sich frech herausnehmen, indem sie die Freiheit oder die Rechte Anderer mutwillig beschneiden. Sozialegoismus eben. Das gilt auch und ganz besonders für den Straßenverkehr.

Folgende Situation finde ich täglich vor:
Am Hessenweg baut ein Logistikunternehmen neben einer Industriefleischerei an der Stelle eines Parkplatzes eine Halle. Daher stehen die Parkplätze nicht mehr zur Verfügung, die Autos werden außerhalb des Firmengeländes rechts und links eines kombinierten Geh- und Radweges geparkt. Soweit so gut.

Allerdings stehen die Fahrzeuge so, dass sie zum Parken auf der Grünfläche den kombinierten Geh- und Radweg befahren haben müssen. Dieser Zustand besteht seit Wochen permanent. Ich habe aus Neugierde einmal die Polizei in Münster angerufen, natürlich nicht über die Notrufnummer.

Ich beschrieb meinem minimalfreundlichen Gesprächspartner den Umstand, er schien nicht wirklich herausfiltern zu können und fasste noch einmal zusammen. Ich ergänzte, dass ich kein geistiges Kleingärtnertum betreiben wollte, er entgegnete mir aber, dass es auf ihn durchaus den Anschein machen würde, da ich das ja so vorgetragen hätte.

Weiterhin nahm er die Telefonnummer auf für eventuelle Rückfragen seitens der Kollegen, die er bei Gelegenheit auf Streife da vorbeischicken wolle.

Natürlich geht es bei dem Parken nicht um Leben und Tod, aber es geht um die Nutzung von Fahrbahnteilen, die durch Radfahrer und Fußgänger benutzt werden (müssen), die eigentlich zu deren Schutz bestehen und nicht als Erleichterung zum Wildparken. Ich hätte mir daher auch von einer unterbesetzten Polizei etwas mehr Interesse erhofft.

Seinerzeit hatte der Leitende Polizeidirektor Udo Weiss in seiner Funktion als Leiter der Direktion Verkehr der Polizei NRW Münster ein nicht normenkonformes Verhalten aller Verkehrsteilnehmer angemahnt, für eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Verkehrsverstoßen geworben und Schwerpunktaktionen ins Leben gerufen. Leider wurde schwerpunktmäßig nur der Radfahrer kontrolliert und "erzogen", Kraftfahrer wurden nur sehr vorsichtig angefasst.

Wenn der Kontrolldruck auf Kraftfahrer nicht existiert oder zu niedrig ist, denkt eben jeder, dass er machen kann, was er will. Ich habe den Eindruck, dass die Polizei sehr wohl weiß, dass die im Straßenverkehr in weiten Teilen die Kontrolle verloren hat und nur noch symptomatisch unterwegs ist. Herzlichen Dank!

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Email an die Pressestelle der Polizei Münster

"Sehr geehrte Damen und Herren,

auf Presseportal.de stieß ich am 25.10.2016 auf eine Unfallmeldung der Polizei Münster, zu der ich gerne von Ihnen eine Erklärung hätte.
Text der Meldung war:

"Münster (ots) - Bei einem Verkehrsunfall am Montagabend (24.10., 18:30 Uhr) übersah eine 36-jährige Autofahrerin aus Nottuln an der Einmündung Hafenstraße / Frie-Vendt-Straße beim Rechtsabbiegen einen 23-jährigen Münsteraner Radfahrer, der auf dem Radweg der Hafenstraße in gleicher Richtung unterwegs war. Durch den Zusammenstoß stürzte der Radfahrer und verletzte sich dabei leicht. Er wurde mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht."
Meiner Ansicht wird die Unaufmerksamkeit der Kraftfahrerin unnötig bagatellisiert sowie die Folgen für den Radfaherer ebenfalls unnötig verharmlost.

An der Kreuzung Hafenstraße / Frie-Vendt-Straße wird der Radverkehr Richtung Osten im Sichtfeld des KFZ-Verkehrs von einem roten Schutzstreifen (durchgezogene Linie) über eine rote Furt geführt. Die Sichtachse ist also frei. Außerdem ist diese Kreuzug als einzige West-Ost-Verbindung südlich des Bahnhofs stark durch Radverkehr frequentiert. Bei der im Verkehr gebotenen Aufmerksamkeit hätte die Kraftfahrerin jederzeit mit einem Radfahrer rechts neben sich rechnen müssen und hätte sich durch einen Schulterblick vor dem Abbiegen versichern müssen, dass niemand durch den Fahrtrichtungswechsel zu schaden kommt (vgl. §9 Abs. 3 StVO).
Damit hat die Kraftfahrerin den Radfahrer nicht "übersehen", sondern sie hat regelwidrig und damit fahrlässig den Abbiegevorgang eingeleitet mit der Folge, dass sie den Fahrweg des Radfahrers schnitt und daher mit dem regelkonform fahrenden Radfahrer kollidierte, ohne das er die Kollision hätte vermeiden können.
Daher verletzte der Radfahrer sich nicht, es handelt sich nicht durch eine aktive Tat des sich selber Verletzens, sondern er wurde in der Folge durch die Kollision mit dem PKW versetzt. Hier wäre das Passiv angemessen gewesen.
Ebenfalls harmlos klingt, dass der Radfahrer mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht wurde. Denn sicherlich musste er mit dem Rettungswagen aufgrund der Verletzungen, die ihm durch den nicht selber verursachten Verkehrsunfall zugefügt worden sind, in einem Krankenhaus notärztlich versorgt werden. 
Ich möchte Sie dafür sensibilisieren, dass die Formulierung dieser Meldungen unmittelbare Folgen für Radfahrer im Straßenverkehr haben kann. Wenn eine Meldung so verharmlosend die Rolle des Kraftfahrers beschreibt, dann halten Leser den Sturz und die Verletzungen des Radfahrers möglicherweise für eine logische Konsequenz daraus, dass er mit dem Rad gefahren ist und dass er sich regelkonform verhalten hat, statt mit dem Fehlverhalten anderer Verkehrsteilnehmer zu rechnen und sich von vorne herein dementsprechend zu verhalten (vgl. §1 Abs. 1 StVO).
Dementsprechend leichtsinnig wird dann möglicherweise gegenüber dem Radfahrern im Straßenverkehr agiert bzw. wird die Unversehrtheit radfahrender Verkehrsteilnehmer nicht respektiert. Äußerungen, wie

"Auch wenn die Radfahrerin keine Schuld trifft, rät die Polizei Radlern, im Zweifel auf ihr Vorfahrtsrecht zu verzichten."
sind daher kontraproduktiv, werden nicht im Einklang mit der StVO getroffen und sind im Interesse der Sicherheit der Radfahrer zu unterlassen.
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.


Mit freundlichen Grüßen
Oliver Heining"

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Nachlese: Huckepack ans Wasser

Am 10.10.2016 hatte ich das Vergügen, den Optima Baron zusammen mit den Kinderrädern hinten auf die Golf zu schnallen und mich mit der Familie Richtung Paradies nach Egmond aan Zee auf zu machen.

Bereits im Mai dieses Jahres hatte die Ehefrau ein Herbst-Special bei Roompot geschossen: EIne Kurzwoche Mo. - Fr. also vier Übernachtungen in einem Chalet für sechs Personen für EUR 200,- im Kustpark Egmond aan Zee geschossen.

Als Chalet wird ein Mobilheim oder ein Ferienhaus in "Container"-Bauweise bezeichnet. Beides klingt aber unkomfortabler als es tatsächlich ist, deswegen hier ein paar Fotos:

Wohnbereich

Küchenbereich
Badezimmer

eines der Schlafzimmer


Wir hatten fünf wunderbare Tage bei trockener, meist sonniger Witterung zwischen 12 und 14°C. Wir hatten die Gelegenheit und zu erholen und ans Wasser zu gehen.

Mittagspause mit Beach-Baron


Eine schnelle abendliche Runde von Egmond aam Zee über den Herenweg nach Bergen aan Zee durch den Wald nach Bergen binnen und dann über Herenweg wieder zurück nach Egmond aan Zee 30km mit 22km/h Schnitt war für mich auch drin.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Finde den Fehler

Ich baue für Sohn 1 im Moment das Mountainbike seines älteren Bruders wieder auf, der es nicht haben will. Es handelt sich um ein schönes Guderreit N15, in Teilen durch einen Fahrraddieb, der es wohl selber zwei Jahre fuhr, recht heruntergerockt, aber gute Substanz und der Junge will es fahren.

Gemacht werden müssen Licht vorne, Verkabelung, Reifen (Schwalbe Citizen kommen drauf) und Bremszüge. Ich habe es gerne ordentlich, also werden auch Zugendkappen benutzt und leider auch benötigt. Also habe ich mich auf den Weg zum Fahrrad-Giganten in 5km entfernung gemacht. Da hat die Werkstatt leider Mittagspause, die Verkaufstante weiß auch leider nicht, wo in der Werkstatt die Dinger liegen und es täte ihr sehr leid. Warum fahre ich auch immer wieder da hin?!

Wieder zu Hause mit leeren Händen wollte ich gerade meinen Unmut in diesen Blog gießen, da fällt mir Hansen ein....auch in Handorf, näher dran als Schröder, serviceorientiert, Familienbetrieb...irgendwie vergesse ich den immer. Der liegt einfach zu versteckt.

Also, wenn ihr in Münsters Nordosten wohnt: Schröder taugt nichts, der ist nur ein Kistenschieber, Hansen ist die Apotheke, die wirklich alles hat und besorgen kann.

Donnerstag, 22. September 2016

Nostalgietour

Zum Anlass des 45jährigem Jubiläum und dem damit verbundenen Ehemaligentreffens meiner Schule bin ich am 19.09. nach Fürstenau gefahren. Die Wettervorhersage war vielversprechend, das Baron hatte schon länger keinen ausgiebigen Auslauf mehr gehabt, also gings im Liegen los.

Die Fahrt über Greven, Saerbeck, Hörstel, Ostenwalde, Hopsten, Schalte nach Fürstenau war flott und bis auf ein Stück des Jacksonweges zwischen Saerbeck und Beverger, das nicht befestigt ist, recht gut zu fahren.

Als ich morgens um 3:20 Uhr zu Hause war, hatte ich gut 144km mit einem Netto-Schnitt von 22,5 km/h auf dem Tacho.

Das war der erste Langzeit-Test für die drei Lampen vorne. Die beiden kleinen Leuchten funktionieren zusammen so gut, dass ich nicht den Impuls hatte, die dritte große Leuchte an zu machen.

Donnerstag, 15. September 2016

Gier

Nachdem ich bei Liegend Leezen 2016 auf einem Parkplatz das Zox 26 von Eckart eine Runde gefahren bin, musste ich meine Meinung zu Zox Bikes schlagartig ändern. Ja, Vierkant-Stahlrohr ist vom Design her so naja. Aber der Frontantrieb ist sehr direkt und ohne Verzögerung da und besorgt seinen Vortrieb zuverlässig. Der Um-die-Knie-Lenker ist auch nicht so schlimm, wie ich ihn bei Probefahrten auf einer Speedmachine 2 in Erinnerung hatte. Sehr gut gefallen hat mir auch der im Vergleich zum Baron steife Rahmen und der leichte Lauf der großen 26''-Räder. Es ist um mich geschehen, ich will ein Zox 26 low in grau.

Das Verständnis der Ehefrau ist genau so wie die Mittel für diesen Wunsch im Moment nicht vorhanden. Jobrad richtet im Moment aber ein Gewinnspiel aus, bei dem man EUR 2.500,- für sein Wunschrad gewinnen kann. Hochmotiviert habe ich mir einen Twitter-Account eingerichtet und rund 54 Tweets mit dem Wunschrad abgeschossen, bevor ich die Teilnahmebedingungen von Jobrad und die Regeln von Twitter gelesen hatte.




Beide verbieten nämlich, dass man mehr als einen Eintrag zu dem Gewinnspiel twittert. Also zurück auf Null und 53 Tweets wieder löschen. Ich wünsche mir dieses Rad so sehr, und ich sehe alle Liegeradkollegen mit einem Zox schon über mich lachen, denn ich hatte gut über die Zoxe abgelästert. Wenn mich das meinem eigenen Zox näher bringt, dann soll es so sein. Schöne Grüße an Euch.


Mittwoch, 14. September 2016

Einsicht? Fehlanzeige!

Am Montag fuhr ich die Mondstr. aus nordlicher Richtung auf der Fahrbahn, als ich sah, wie ein Fahrzeug der Wall AG mit laufendem Motor auf Höhe der Bushaltestelle "An der Konradkirche" auf dem Radweg und teilweise auf dem Gehweg stand. Der Fahrer querte gerade gemütlich mit zwei Papierrollen die Fahrbahn, wohl um die Werbung an dem Bushäuschen zu wechseln. Hätte ich Zeit zum Anhalten und Diskutieren gehabt, hätte ich beides gerne getan, so blieb mir leider nur wieder einmal der Weg, die Wall AG Niederlassung Münster anzurufen und mich nach dem tieferen Sinn zu erkundigen.

Die Wall AG hatte ich früher schon mal kontaktiert, weil ein Fahrer auf der Dorbaumstraße hinter einer Busbucht auf dem Radweg stand, um die Plakate zu wechseln, auch da mit laufendem Motor. Der Herr der Wall AG, der Herr Monz, erklärte mir damals, es gäbe da eine Vereinbarung mit der Polizei Münster, dass die Fahrer der Wall AG sich so hinstellen, dass die den Kraft-Verkehr so wenig wie möglich behindern. 

Dieses Mal erhielt ich ebenfalls wieder einen Rückruf der Herrn Monz, der nach wie vor sich Ansicht vertrat, dass der Kraftverkehr schützenswerter sei als Radfahrer und Füßgänger. Auch war er überhaupt nicht damit einverstanden, dass ich das Verhalten seines Fahrers als asozial bezeichnete. Ich erklärte ihm, dass es durchaus asozial ist, Radfahrer durch Blockieren des Radweges auf die Fahrbahn oder den Gehweg zu zwingen und Mütter mit Kinderwägen oder Behinderte mit Rollstuhl am Vorankommen zu behindern, nur um es sich selber einfacher zu machen. Weiter erklärte ich ihm nochmal, dass das Halten und Parken von KFZ auf Rad- und Gehwegen verboten ist und es vor dem Gesetz letztendlich egal ist, ob andere KFZ durch das Halten auf der Fahrbahn behindert werden oder nicht. Letztendlich gab er mir nur recht in dem Punkt, dass die Motoren nicht grundlos laufen dürfen. 

Er gestand zu, dass er noch einmal mit den Fahrern sprechen werde, um sich in Zukunft weniger auffällig im Verkehr zu bewegen. Nach Auskunft der Polizei Münster gibt es eine Vereinbarung, auf Gehwegen zu halten nicht mit der Polizei Münster, sondern allerhöchstens mit dem Ordnungsamt der Stadt Münster, dann allerdings mit der Auflage, Wege nicht komplett zu blockieren.